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Wildtiermonitoring

Die Ergebnisse des Wildtiermonitorings ermöglichen sowohl revierspezifische als auch großräumige Lebensraumverbesserungen, Schutzkonzepte sowie jagdliche Bewirtschaftungskonzepte. Auch seitens der Wissenschaft wird das Wildtiermonitoring als wichtiger Beitrag zum Arten- und Naturschutz anerkannt.

Folgende Wildarten werden von namhaften Forschungseinrichtungen begleitet dokumentiert: Feldhase, Fasan und Rebhuhn (Niederwild-Monitoring); Nebel-, Raben-, Saatkrähe, Kolkrabe, Elster, Eichelhäher und Taggreifvögel (Raben-/Taggreifvogel-Monitoring); Auerwild und Birkwild (Raufußhuhn-Monitoring); Waldschnepfe (Waldschnepfen-Monitoring).

Um möglichst detaillierte Erkenntnisse aus dem Monitoring zu erhalten, ist ausschlaggebend, dass sich möglichst viele Jagdreviere aus Niederösterreich beteiligen. Nebst generellen Reviergrundlagen melden die Jagdreviere beispielsweise Frühjahrs- und Herbstbesatzdichte, jahreszeitliche Migrationsbewegungen, Balzaktivitäten und Jungwildvorkommen, Frühjahrs- und Herbstdurchzug und anderes mehr an den NÖ Jagdverband.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Wildtiermonitorings sind die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger. Sie verfügen durch ihre ganzjährige Betreuung der Jagdreviere über die erforderlichen fachlichen sowie örtlichen Kenntnisse und investieren dabei ehrenamtlich enorm viel Zeit in die Erhebung von Wildtierbeständen. Von diesen geleisteten Erhebungsstunden profitieren die Wildbestände (entsprechende Maßnahmen können je nach Bestandeshöhe gesetzt werden), die Jägerinnen und Jäger selbst, aber auch Österreich, etwa wenn es um die Pflicht zur Legung von Berichten über Wildtierbestände an die EU geht.

Niederwild-Monitoring

Das Niederwild-Monitoring ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung des Bestandes der Feldhasen, Fasane und Rebhühner.

 

Die Jägerinnen und Jäger dokumentieren hierzu die Veränderungen des Niederwild-Lebensraumes, die Bestandsdichten, die Bejagung des Niederwildes und Raubwildes, den Einfluss der Prädatoren auf das Niederwild, die Effektivität von Biotop-Verbesserungen und die Wildschadenssituation.

 

Anhand aller beim NÖ Jagdverband gesammelten Daten wird revierspezifisch und regional versucht, Einflussfaktoren auf den Niederwildbestand abzuleiten und darauf aufbauend Schutz- und Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Dazu zählen z. B. Anlage von Brachen, Blühstreifen und Hecken, Bejagungseinschränkungen oder -erhöhungen, Bewirtschaftungsempfehlungen für die Landwirtschaft u.v.m. Durch die konsequente Dokumentation können auch Grundeigentümer und Behörden die Projektbemühungen der Jägerschaft nachvollziehen und unterstützen.

 

Eine Beteiligung am Niederwild-Monitoring steht allen niederösterreichischen Revieren frei.

 

Weiterführende Informationen finden sich hier: 

 

 

Rebhuhnerhebung

Die Rebhuhnerhebung 2015 wurde dazu genutzt, die Beobachtung ausgewählter Vogelarten zu erheben. Das Erhebungsgebiet ist mit den Melderevieren des Rebhuhn-Monitorings ident. In den folgenden Karten sind die Erhebungsdaten zusammengefasst. Jedes Revier mit einer Beobachtung 2015 oder in vorangegangenen Jahren der jeweiligen Vogelart ist mit einem Punkt ausgewiesen. Damit ergibt sich ein Überblick über die Verbreitung der jeweiligen Vogelart im Meldegebiet.

 

Weiterführende Informationen finden sich hier: 

 

Raben-/Taggreifvögel-Monitoring

Das Raben-/Taggreifvogel-Monitoring ermöglicht einen kontinuierlichen Überblick über die Bestandssituation von Nebel-, Raben-, Saatkrähe, Kolkrabe, Elster, Eichelhäher und allen Taggreifvögeln.

 

Für das Monitoring liefern die Jagdreviere Zählergebnisse an den NÖ Jagdverband. Die jährlichen Zähltage sind dabei so verteilt, dass auch Zugvögel, die nicht ganzjährig in Niederösterreich verweilen, berücksichtigt werden. Anhand aller gesammelten Daten kann die jährliche Bestandsdynamik der Greifvögel, insbesondere die Bestandsdynamik gefährdeter Arten beobachtet werden, die unter den sich laufend ändernden Umweltbedingungen besonders leiden (Greifvögel als „Bioindikatoren“).

 

Die Ergebnisse geben aber auch Aufschluss über Greifvogelarten, deren Bestand als gesichert zu bewerten ist. Bei den Rabenvögeln wiederum dokumentiert das Monitoring seit Jahren regional steigende Bestandszahlen, wodurch einerseits andere Vögel und andererseits teilweise auch landwirtschaftliche Kulturen gefährdet werden.

 

Eine Beteiligung am Raben-/Taggreifvogel-Monitoring steht allen niederösterreichischen Revieren wie auch allen Ornithologen, Biologen und anderen Interessierten frei.

 

Weiterführende Informationen finden sich hier:

 

Auswertungen Rabenvögel:

 

Auswertungen Taggreifvögel:

Raufusshühner-Monitoring

Das Raufußhühner-Monitoring ermöglicht einen kontinuierlichen Überblick über die Bestandssituation von Auerwild und Birkwild.

 

Die Jagdreviere liefern dem NÖ Jagdverband hierzu Daten zu Balzplätzen, Gelegen, Anzahl an Jungvögeln, Hähnen, (nichtführenden) Hennen, nicht balzenden Jährlingshahnen, sommerbalzenden Hähnen sowie Totfunden. Alle Zählungen und Beobachtungen werden ganzjährig durchgeführt, wobei keine aktive Suche nach Nestern oder Jungwild betrieben wird, um die Tiere nicht zu stören. Die kontinuierliche akribische Dokumentation des Auer- und Birkwildes liefert seit vielen Jahren profunde Ergebnisse zu den lokalen Beständen und bildet damit auch die gesetzliche Ausgangsbasis für eine pflegliche, nachhaltige Bejagung. Viele Jagdreviere, Hegeringe und Grundeigentümer nehmen die Monitoring-Ergebnisse zum Anlass, gezielte Lebensraum-/Biotopverbesserungen für Auer- und Birkwild zu implementieren.

 

Eine Beteiligung am Raufußhühner-Monitoring steht allen niederösterreichischen Revieren frei.

 

Weiterführende Informationen finden sich hier:

Endbericht Erhebung 2015 

 

Erhebungsblätter

Waldschnepfen-Monitoring

Das Waldschnepfen-Monitoring soll einen kontinuierlichen Überblick über die Bestandssituation der Waldschnepfe ermöglichen.

 

Die Jagdreviere liefern dem NÖ Jagdverband hierzu Daten über Beobachtungen von Schnepfen im Frühjahr und Herbst mit verknüpfenden Angaben zu Revierörtlichkeiten und Seehöhen. Weiters werden das Brutvorkommen beobachtet und Jungvögel gezählt. Werden nach den Vorgaben der entsprechenden Verordnung Waldschnepfen im Frühjahr erlegt, müssen Geschlecht, Alter und andere Daten an den Landesjagdverband gemeldet werden.

 

Eine wesentliche Aussage des Monitorings in Verknüpfung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen ist, dass die Waldschnepfe in Österreich überwiegend als Zugvogel vorkommt und vornehmlich im Mittelmeerraum überwintert. Die in Niederösterreich traditionelle aber mittlerweile gesetzlich reglementierte, zurückhaltende Bejagung der Waldschnepfe ist gemäß den Monitoring-Ergebnissen als nachhaltig zu bewerten. Der Waldschnepfenbestand ist in Niederösterreich seit vielen Jahren konstant bzw. leicht steigend.

 

Eine Beteiligung am Waldschnepfen-Monitoring steht allen niederösterreichischen Revieren frei.

 

Weiterführende Informationen finden sich hier: