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Aktuelles

Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Virusinfektion, die für infizierte Schweine und Wildschweine meist tödlich endet. Die Krankheit ist äußerst ansteckend und befällt Schweine aller Rassen und Altersstufen. Für Menschen und Jagdhunde stellt sie keine Gesundheitsgefährdung dar.

 

Nach dem Ausbruch der Krankheit im Juni 2017 bei Zlin in Tschechien (etwa 80 km nordöstlich von Österreich) wurde die Tierseuche im April 2018 auch in Ungarn (nahe Gyöngyös, etwa 200 km von der österreichischen Grenze entfernt) festgestellt. Im September 2018 trat die ASP erstmals in Belgien bei Wildschweinen auf.

 

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat per Verordnung ein Kontrollgebiet ausgewiesen, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Dazu gehören alle nördlich der Donau gelegenen Gebiete der Bezirke Hollabrunn, Tulln, Korneuburg, Mistelbach, Gänserndorf, Bruck/Leitha und alle Wiener Bezirke. In der Verordnung werden die Meldung von verendeten Wildschweinen, die seuchensichere Entsorgung von Tiermaterialien und anderes mehr für das Kontrollgebiet geregelt.  

 

Im Kontrollgebiet müssen Tiermaterialien von erlegtem Schwarzwild (Aufbrüche, Teile des Wildkörpers, Schwarte, Klauen, etc.), die in kleineren Mengen anfallenzuerst in Entsorgungssäcke verpackt und anschließend in Sammelbehälter des Tierkörperbeseitigungs-Sammelnetzes der Gemeinden eingeworfen werden. Sie dürfen keinesfalls ohne Entsorgungssack eingeworfen werden. Die Entsorgungssäcke stellt die Landesveterinärbehörde NÖ über den NÖ Jagdverband und die Hegeringleiter kostenfrei zur Verfügung.

 

Bei größeren Mengen an Wildschweinaufbrüchen/-abfällen (z.B. nach Treibjagden) hat die Entsorgung über Container, die über den NÖ Jagdverband/die Hegeringleiter kostenfrei ausgegeben werden, zu erfolgen.

 

Die Verordnung und eine Karte des Kontrollgebietes finden sie hier:

 

Weiterführende Informationen zu dem Thema stellen wir Ihnen nachfolgend zur Verfügung:

Tierkörperbeseitigung

Das Land Niederösterreich hat für die ordnungsgemäße Sammlung bestimmter tierischer Abfälle, welche in Kleinmengen anfallen, ein landesweites Netzwerk an Sammelstellen in Zusammenarbeit mit dem NÖ Abfallwirtschaftsverein (NÖ AWV) und den örtlichen Abfallwirtschaftsverbänden eingerichtet. Diese Sammelstellen haben ein annähernd gleiches Erscheinungsbild (auch Beschilderung; Wegweiser), sind allgemein zugänglich und mit Kühleinrichtungen zur hygienischen Lagerung der tierischen Materialien bis zu deren turnusmäßigen Beseitigung durch die Fa. SARIA in Tulln ausgestattet.

 

Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier

 

Zur aktuellen Förderaktion Tierkörperbeseitigung stehen folgende Dokumente bereit:

Tollwut-Überwachungsprogramm

Die Tollwut ist eine gefährliche Zoonose (Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann), an welcher laut Schätzung der WHO jährlich ca. 60.000 Menschen sterben. Wie viele andere europäische Länder ist Österreich frei von Tollwut. Die Bekämpfung der Tollwut in Österreich war durch die gute Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden, des Untersuchungslabors und der Jägerschaft gekennzeichnet. Bis zum Herbst 2012 wurden zweimal jährlich Köder in bestimmten Gebieten ausgelegt, um Füchse gegen Tollwut zu immunisieren. Auch unsere Nachbarländer haben eine ähnlich gute Situation. Deshalb ist eine Impfung der Füchse ab dem Jahr 2013 nicht mehr notwendig. Der tollwutfreie Status Österreichs muss aber durch die Untersuchung von bestimmten Wildtieren belegt werden.

 

Weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

 

 

Bildhinweise: (c) RT Images/Shutterstock (Titelbild), Michael Migos (Wildschwein), Michael Breuer (Fuchs)