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NÖ Jäger feierten ihren Schutzpatron

8. November 2021

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Bei der traditionellen Hubertusmesse dankten die Jägerinnen und Jäger im Stift Heiligenkreuz dem Heiligen Hubertus für ein erfolgreiches Jagdjahr.  

Wien, 08. November 2021 – Am Sonntag, 7. November 2021, feierten Niederösterreichs Jägerinnen und Jäger im Stift Heiligenkreuz bei der traditionellen Landeshubertusfeier gemeinsam den Heiligen Hubertus. Nach der Streckenlegung vor der Stiftskirche, die von niederösterreichischen Falknern umrahmt und vom Jagdhornverein Windhag verblasen wurde, fand die Heilige Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jagd unter Einhaltung strengster Corona-Sicherheitsmaßnahmen statt. Sie wurde von Hwst. Abt Maximilian Heim zelebriert, der das Vermächtnis des Heiligen Hubertus als Mahner für Bescheidenheit und Respekt vor der Natur und den Wildtieren hervorhob. Musikalisch umrahmt wurde die Heilige Messe vom Jagdhornverein Windhag gemeinsam mit dem Radio Wien Chor und dem Radio-Sinfonieorchester Wien, die unter anderem die Musikstücke „Stritzlöder Jägermesse“ von Hermann Maderthaner sen. und die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart spielten. Mit der Landeshubertusfeier danken die Jägerinnen und Jäger – analog zum Erntedankfest der Landwirtschaft – dem Heiligen Hubertus alljährlich für ein unfallfreies und erfolgreiches Jagdjahr.

Pröll: Respekt vor der Natur ist Teil des Handwerks Jagd

„Der Schutz der Natur als Lebensraum und der Respekt vor den Wildtieren prägen das Handwerk Jagd. Ihre Dankbarkeit bringen die Jägerinnen und Jäger mit zahlreichen Bräuchen und Traditionen wie der Landeshubertusfeier, aber auch mit weidgerechter und nachhaltiger Jagdausübung, Brüchen und dem letzten Bissen zum Ausdruck. Es sind jedoch vor allem unsere zahlreichen Aufgaben wie das Erhalten von Lebensräumen, der Schutz der Wildtiere und unser Wirken in der Gesellschaft, mit denen wir – als systemrelevantes Handwerk auch während der Corona-Krise – Verantwortung übernehmen und unsere Wertschätzung zeigen“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll.

Schutzpatron mahnt zu Bescheidenheit

Die Landeshubertusfeier ist das wichtigste Brauchtumsfest der Jägerschaft und findet zu Ehren des Heiligen Hubertus statt. Der Schutzpatron der Jägerschaft wurde im Jahr 655 in der Nähe von Toulouse geboren. Er genoss in der Gesellschaft als würdevoller Amtsträger hohes Ansehen. Durch den Tod seiner geliebten Frau stürzte Hubertus jedoch in tiefe Trauer und sein Glaube an Gott war erschüttert. Er suchte daher Ablenkung in der exzessiven Jagdausübung. Als er an einem Sonntag einen prächtigen weißen Hirsch ins Visier nahm, erschien ein hell leuchtendes Kreuz zwischen den Geweihstangen und eine mahnende Stimme sagte: „Hubertus, warum jagst du mir nach, während die Christenheit betet?“ Hubertus fand an jenem Tag zum Glauben zurück. Er legte alle Ämter zurück, verteilte seinen Besitz an die Ärmsten und widmete sein Leben fortan dem Herrn. Es folgten die Priesterweihe, eine Pilgerreise nach Rom und die Weihe zum Bischof von Maastricht. Im Jahr 993 wurde er heiliggesprochen.

Die Jägerinnen und Jäger feiern traditionell rund um den 3. November Hubertusmessen zu Ehren ihres Schutzpatrons, die an den zahlreichen Denkmälern im ganzen Bundesland – vom einfachen Bildbaum bis zur Hubertuskapelle – stattfinden.