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Niederwild: Hitze & Ernteschock

26. Juni 2026

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Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung schaffen Einstände und Äsung. Vorlage von Futter und Wasser durch Jägerinnen und Jäger gewährleistet gesunde Bestände.

In den vergangenen Tag hatte die Hitze Niederösterreich im Griff. Aber auch in den kommenden Tagen werden erneut Temperaturen von über 30 Grad Celsius sowie Trockenheit erwartet. Die anhaltende Hitze setzt nicht nur uns Menschen zu, sondern belastet auch die heimische Tierwelt. Besonders das Niederwild leidet unter der Kombination aus hohen Temperaturen, Trockenheit und dem sogenannten Ernteschock. Mit der Ernte der Winterkulturen gehen für Hase, Rebhuhn und Fasan wichtige Äsungsflächen, schattige Rückzugsorte, Wasserquellen und schützende Deckung vor natürlichen Feinden verloren. Um die Tiere in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen, sind die Jägerinnen und Jäger täglich im Einsatz. Sie befüllen und reinigen Futterkübel sowie Wasserstellen und stellen damit die Versorgung mit Nahrung und Wasser sicher. Zusätzlich werden Rüben als wertvolle Äsungs- und Flüssigkeitsquelle ausgelegt.

Neben der akuten Unterstützung spielt die langfristige Gestaltung geeigneter Lebensräume eine entscheidende Rolle. Gemeinsam mit den Landwirten legen die Jägerinnen und Jäger das ganze Jahr über Randstreifen, Hecken, Sträucher, Gebüsche, Bäume, Blüh- und Bracheflächen sowie Zwischenfrüchte an. Diese Maßnahmen schaffen dauerhafte Einstands- und Äsungsflächen und tragen dazu bei, die durch die Ernte entstehenden Verluste an Nahrung und Deckung zumindest teilweise auszugleichen. Unterstützt werden sie dabei unter anderem durch die Wildökolandaktion, bei der der NÖ Jagdverband, die EVN und der Landschaftsfonds des Landes Niederösterreich den Ankauf von Pflanzen mit bis zu 80 Prozent fördern.

„Die Jägerinnen und Jäger handeln nachhaltig und mit Weitsicht. Das ist ein wesentlicher Teil des Selbstverständnisses und des jagdlichen Handwerks. Gerade im Sommer zeigt sich, wie wichtig Hegemaßnahmen sind. Auch angelegte Feuchtbiotope bieten dem Niederwild sowie zahlreichen weiteren Tierarten, Vögeln und Insekten wertvolle Rückzugsräume und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt“, betont Landesjägermeister Christoph Metzker.