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Zahlreiche Pflanzen in Amstetten gesetzt

29. Mai 2026

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Foto (Stadt Amstetten): Erwin Szlezak (NÖ Agrarbezirksbehörde), Umweltgemeinderätin Michaela Paffeneder, Kian Lanzenstiel (NÖ Landesjagdverband) und Franz Lumesberger (Berater des NÖ Landesjagdverbandes)

Jagd, Landwirtschaft und Stadt Amstetten setzen gemeinsam mehr als 350 grüne Zeichen

Im Rahmen der Initiative „Wildökoland“ wurde in Amstetten ein starkes Zeichen für Naturschutz und Artenvielfalt gesetzt. In Zusammenarbeit mit dem NÖ Jagdverband, dem Land Niederösterreich (NÖ Agrarbezirksbehörde) sowie der EVN wurden im Zuge von ARCADIA im gesamten Gemeindegebiet neue Bäume und Hecken gepflanzt.

„Die enge Zusammenarbeit von Jagd, Landwirtschaft, Land und Gemeinde trägt wesentlich dazu bei, die Lebensqualität für Mensch und Tier nachhaltig zu verbessern“, betont Vizebürgermeister Markus Brandstetter.

Bei einer abschließenden Begehung aller fünf Standorte überzeugten sich die Beteiligten vor Ort vom Erfolg der Maßnahmen. Die Bilanz der Pflanzinitiative fiel durchwegs positiv aus. So stärken nun zusätzlich 60 Bäume und 310 Sträucher die Artenvielfalt bei der Fußballwiese in Dingfurt („Gelsenstadion“), beim Themenweg Hausmening, in der Naherholungszone Waldheim, entlang des Ybbsbegleitweges sowie in der Südhangsiedlung.

Die Umsetzung erfolgte auf Initiative von Grundeigentümer:innen und Jagdausübungsberechtigten in Abstimmung mit den örtlichen Jagdleiter:innen.

„Die Jägerinnen und Jäger leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zur Förderung der Biodiversität. Sie bringen dabei nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch großes persönliches Engagement für unsere Natur ein. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich lokale Initiativen und Kooperationen sind, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen“, hebt Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder hervor.

Grundlage für die Pflanzungen bildete ein von Franz Lumesberger (NÖ Landesjagdverband) erstellter Pflanzplan. Zum Einsatz kommen ausschließlich heimische, standortangepasste Gehölze, die in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen gesetzt werden. Damit werden wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

„Die in Amstetten besichtigten Standorte sind ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, wie Jägerinnen und Jäger gemeinsam mit Land- und Forstwirtschaft, Gemeinden sowie Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern wertvolle Lebensräume schaffen. Sie dienen Wild als Einstand, Deckung und Nahrungsquelle. Aber nicht nur das: Hecken als artenreiche Strukturelemente prägen auf wertvolle Weise das Landschaftsbild, sind Rückzugsorte für Vögel und Insekten und bieten zudem Wind- und Erosionsschutz für die angrenzenden Flächen. Von diesen Maßnahmen profitieren also die Natur, die Landwirtschaft und die Allgemeinheit“, so Kian Lanzenstiel, Wildökologe des NÖ Jagdverbandes..

Die Maßnahmen sind Teil des EU-Horizon-Projekts ARCADIA, an dem Amstetten seit 2025 als Modellregion für naturbasierte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel teilnimmt. So soll das Projekt u.a. auch den lokalen Klima- und Wasserhaushalt nachhaltig verbessern

„Hecken in der Landschaft sind ein wesentlicher Beitrag zum Bodenschutz und andere Ökosystemleistungen. Amstetten ist ein bedeutender Lernort und Vorbild für andere Klimaregionen in Europa“, ergänzt Erwin Szlezak von der NÖ Agrarbezirksbehörde.