Statistik: Jäger kommen Verantwortung nach

Bestandsschätzungen fließen in Bejagung ein: Leichte Steigerung beim Schalenwild, Rückgänge beim Niederwild. Feldhase in vielen Revieren nicht bejagt.
In Niederösterreich zeigte sich 2025 eine Erholung der Schalenwildbestände nach dem Starkregen mit Überschwemmungen im Herbst 2024. Vor allem das Schwarzwild stieg nach einem wetterbedingt schwierigen Jahr wieder nahezu auf das Niveau von 2023. Beim Niederwild waren die Besätze rückläufig. Daher waren die Abschusszahlen 2025 niedriger als im Vorjahr. Vor allem der Feldhase wurde aufgrund der Myxomatose in vielen Revieren aufgrund zu niedriger Besatzzahlen nicht bejagt.
„Niederösterreichs Jägerinnen und Jäger kommen ihrer Verantwortung nach und haben den gesetzlich vorgeschriebenen Abschussplan beim Schalenwild gut erfüllt. Beim Niederwild waren die Besätze rückläufig, weshalb nach den Zählungen im Revier weniger oder keine Stücke entnommen wurden. Das zeigt, dass die Jägerinnen und Jäger das große Ganze im Blick haben und ihrer Aufgabe, vielfältige und gesunde Bestände zu erhalten, verantwortungsvoll nachkommen“, betont Landesjägermeister Christoph Metzker.
Die Wildarten im Überblick
Beim Rehwild sind die Bestände nach den wetterbedingten Rückgängen 2024 wieder moderat gewachsen. Der Abschuss ist um 6 % von 79.820 auf 84.232 gestiegen. Bei der Erfüllung des gesetzlich vorgegebenen Abschussplanes werden Fallwild und Abschüsse eingerechnet, wobei die Erfüllungsquote auch 2025 wieder sehr hoch war.
Beim Schwarzwild sind große Schwankungen beim Bestand nicht ungewöhnlich, da sie zu den sogenannten Income-Breedern gehören und sich bei der Fortpflanzung an die Nahrungsverfügbarkeit anpassen. Auch die Witterung wirkt sich aus. Beides war 2025 besser als 2024, weshalb der Bestand und auch die Abschüsse deutlich von 17.898 auf 26.654 (+49 %) gestiegen sind.
Das Rotwild zeigt leicht steigende Bestände, was sich in den Abschusszahlen niederschlägt. Hier ist ein Anstieg von 5 % auf 8.245 Stück zu verzeichnen, was dem Niveau von 2023 entspricht.
Beim Gamswild setzt sich der leichte Anstieg fort. Der Abschuss stieg geringfügig um 86 auf insgesamt 1.755 Stück, was einem Wachstum von 5 % entspricht.
Der kalte Mai und sehr feuchte Sommer hat sich beim Niederwild negativ auf die Besätze ausgewirkt. Entsprechend ist auch der Abschuss beim Fasan um 9 % auf 22.694 und beim Rebhuhn um 14 % auf 1.027 gesunken. Beim Feldhasen führte die Myxomatose zu Bestandseinbrüchen, weshalb vielerorts nicht bejagt wurde. Insgesamt wurden 10.685 Stück entnommen, was einem Rückgang von 79 % entspricht.
Die Abschusszahlen in den einzelnen Bezirken werden auf Nachfrage gerne zur Verfügung gestellt.